Hufrehe (Laminitis)
 

Rehe (Laminitis) ist zurecht eine der gefürchtetsten Erkrankungen des Pferdes. Die Pferde leiden stark,
sind nicht reitbar und bedürfen sofortiger Hilfe. Die gute Nachricht an dieser Stelle: Rehe ist heilbar. Die
Heilung allerdings kann weder der Hufpfleger noch der Tierarzt bewirken. Heilung ist nur möglich wenn
man die Ursache beseitigt.
Nahezu alle Rehefälle die ich in meiner Praxis sehe sind Wohlstandserkrankungen, d.h.
Fütterungsbedingt.
Die Abläufe bei einer Rehe sind immer gleich. Egal was der Auslöser ist. Die Huflederhaut, hauptsächlich
die Wandlederhaut, erleidet starke Schädigungen. Diese haben zur Folge, dass die Plättchenschicht
(Hufbeinaufhängung) geschädigt wird und das Hufbein (P3) rotiert in Richtung Sohle.
Die Ursachen sind meist eine zu hohe Konzentration von Fruktanen (langkettige Zuckermoleküle -
Mehrfachzucker) im Futter. Auslöser können ebenfalls auch andere Vergiftungen sein - man kennt da z.B.
die Medikamentenrehe usw. Bei einer Belastungsrehe ist lediglich die Ursache eine andere, die Folge ist
jedoch die gleiche.
Die Verbindung des Hufbeins mit der Hufwand entspricht in etwa dem, wie ein Fingernagel über das
Nagelbett gehalten wird. Drückt man den Fingernagel nach oben tut es uns weh. So stelle ich mir die
Schmerzen vor, die ein Pferd empfindet wenn es an Rehe leidet und der Huf auffußt.... - heftig!
Dabei muss man wissen, dass die gefürchtete Entzündung der Lederhaut ja schon den Heilungsprozess
des Körpers darstellt. Die Entzündung ist der zweite Schritt indem kaputtes Gewebe abtransportiert wird.
Diesen durch Entzündungshemmer etc. zu unterdrücken halte ich für sehr fragwürdig.
Heilung, d.h. Entsorgung des kaputten Gewebes und Aufbau neuen Gewebes kann es allerdings nur
geben, wenn das Pferd läuft und für ausreichend Durchblutung gesorgt wird.
Das Pferd will aber in dieser Situation nicht laufen, weil es richtig weh tut. Ein Teufelskreis...
Um diesen zu durchbrechen sind folgende Schritte vonnöten:
1. Ursache finden und beseitigen, z.B. sofortiger Entzug von frischem Gras oder fruktanhaltigem Heu
2. Hufbearbeitung in der Weise, dass der Druck aus den hebelnden Wänden genommen wird -
Schmerzen beim Auftreten beseitigen
3. Einsatz von Hufschuhen und Pads um dem Pferd schmerzfreies Laufen zu ermöglichen
4. dann dafür sorgen, dass das Pferd auch läuft ohne überlastet zu werden, z.B. tägliches
Spazierengehen
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Copyright © 2015 Dieter Hoy
Die natürliche Hufbearbeitung nach ONHC (Optimal Natural Hoof Care)
(auf deutsch "Optimale Natürliche Huf Pflege")
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